Mitarbeiter und Rechte · Praxisbeispiel
Gleiche Tätigkeit. Unterschiedliche ORBIS-Rechte. Warum?
Zwei Personen mit ähnlicher Tätigkeit können unterschiedliche ORBIS-Zuweisungen haben. RPMC unterstützt einen gezielten Vergleich, damit die Unterschiede fachlich eingeordnet werden können. Erst danach wird entschieden, welche Anpassung erforderlich ist. Maßgeblich bleiben die aktuelle Aufgabe und begründete zeitliche Ausnahmen.

Der Lösungsweg auf einen Blick
- Personen auswählen
- Rechte vergleichen
- Bedarf entscheiden
- Ergebnis prüfen
Wenn „Bei mir geht es nicht“ zur Sucharbeit wird
Im Tagesgeschäft wird eine fehlende Berechtigung oft durch den Vergleich mit einem funktionierenden Konto untersucht. Dabei zeigt sich schnell mehr als die ursprünglich gemeldete Abweichung: andere Rollen, zusätzliche Zuordnungen oder Reste aus früheren Aufgaben. Aus der bloßen Unterschiedsliste lässt sich noch keine richtige Maßnahme ableiten. Vielleicht ist eine Person zur Vertretung eingesetzt, vielleicht wurde ein Wechsel nur teilweise umgesetzt. Ohne fachlichen Zusammenhang droht eine Reparatur, die ein Problem löst und gleichzeitig unnötige Rechte übernimmt. Die Aufgabe besteht deshalb darin, Bestand und aktuellen Bedarf gemeinsam zu betrachten und die Entscheidung festzuhalten.
Erst verstehen. Dann gezielt anpassen.
Eine passende Vergleichsgruppe auswählen
Wählen Sie Personen aus, deren aktuelle Aufgaben sinnvoll vergleichbar sind. Klären Sie vorab den Bereich, die Tätigkeit und bekannte Zusatzaufgaben. In RPMC werden die vorhandenen Zuweisungen gemeinsam betrachtet. Die Auswahl sollte klein genug bleiben, damit auffällige Unterschiede erklärt werden können. Ein Konto wird dabei nicht allein deshalb zum Vorbild, weil eine bestimmte Funktion dort bereits funktioniert.
Unterschiede fachlich begründen
Besprechen Sie die erkannten Abweichungen mit der zuständigen Fachseite. Eine zusätzliche Rolle kann für eine Vertretung erforderlich sein, eine frühere Zuordnung dagegen überholt. Für jeden relevanten Unterschied wird geklärt, ob er bleiben, ergänzt oder entfernt werden soll. Fehlende Informationen führen zunächst zu einer offenen Frage und nicht automatisch zu einer Angleichung der ausgewählten Konten.
Gezielt anpassen und nachsehen
Bereiten Sie ausschließlich die fachlich vereinbarten Änderungen vor. Je nach Anbindung wird festgelegt, wie die Umsetzung erfolgt und wie ihr Ergebnis nachgewiesen wird. Prüfen Sie anschließend den betroffenen Bestand und die ursprünglich gemeldete Aufgabe. Ein erledigter Bearbeitungsschritt und eine tatsächlich passende Zuweisung gehören gemeinsam zur Bewertung des Falls und werden im Pilotablauf ausdrücklich voneinander unterschieden.
Aus Unterschieden wird eine Entscheidung
Ein strukturierter Vergleich macht das Problem besprechbar. Administration und Fachbereich können sich auf konkrete Unterschiede beziehen, statt ganze Konten nach Gefühl anzugleichen. Zugleich wird sichtbar, welche Abweichungen sinnvoll sind und welche überprüft werden sollten. Ob dadurch weniger Rückfragen oder Nacharbeit entstehen, lässt sich im Piloten anhand des vereinbarten Falls und der Ausgangssituation beurteilen.
Was dieser Beitrag beschreibt
Das Beispiel behandelt ausgewählte Mitarbeitende und ihre Berechtigungszuweisungen. Es ersetzt keine fachliche Entscheidung darüber, wer welche Rechte benötigt. Verfügbare Daten, mögliche Änderungen und die Prüfung des Ergebnisses richten sich nach dem angebundenen System und dem gemeinsam vereinbarten Pilotumfang.